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Sag mal Nanni, was ist eigentlich dein Beruf?




Ich werde relativ häufig gefragt, was ich eigentlich arbeite. Könnte daran liegen, dass meine beiden Jobs nichts traditionelles wie Bäckerin, Verkäuferin oder ähnliches sind. Dass ich dich als Resilienztrainerin dabei begleite dein psychisches Immunsystem zu stärken, das weißt du ja schon. Aber was sollen all die Tierfotos und -videos auf Instagram?


Ich hole mal aus...Geboren bin ich als Pferdemädchen. Das steckt mir seit mehreren Generationen in den Genen. Als ich 14 war, absolvierte ich ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik im Bereich der Pferdegstützten Intervention. Seitdem weiß ich, dass ich Reittherapeutin werden wollte. Einige Praktika und Stationen später bin ich nun da, wo ich immer hinwollte.


Seit 2015 arbeite ich bei einem Trägerverein der Stationären Jugendhilfe. Dazu gehören viele Wohngruppen, in denen Kinder und Jugendliche wohnen, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihren Ursprungsfamilien verbleiben können. Unsere Klient*innen sind in den häufigsten Fällen Opfer von sexuellem Missbrauch in der Familie, physischer oder psychischer Gewalt, Verwahrlosung und Vernachlässigung, oft aus Familien, in denen Sucht den Alltag beherrscht. Viele von ihnen sind traumatisiert. Vor der Geburt der Räubertochter arbeitete ich in einer der Intensivgruppen. Während meiner Elternzeit wurde ein Hof aufgekauft und umgebaut, auf dem Tiergestützte Intervention stattfindet. Dort gibt es Schweine, Hasen, Esel, Ponys und Pferde. Alle Tiere werden zu Therapiezwecken eingesetzt.


Durch meine Qualifikation als Sozial-Pädagogin in Kombination mit der Trainer B Ausbildung im Reiten, konnte ich nach der Elternzeit dort einsteigen. Bisher führe ich dort Pferdegestützte Pädagogik durch, befinde mich aber aktuell in der Ausbildung zur Therapeutin, die im November abgeschlossen sein wird. Ich arbeite allerdings jetzt schon therapeutisch, weil ich durch mein Studium als Sozial-Pädagogin und meine Weiterbildung als Resilienztrainerin schon sehr viel Wissen mitbringe, und weil diese Arbeit bei uns einfach gefordert ist (Eigeninitiative und Selbststudium ist eh das Ah und Oh der pädagogischen Fachkräfte). Ich liebe meine Arbeit und bin sehr froh mein Ziel nicht aus den Augen verloren zu haben.


Hast du noch Fragen dazu? Was arbeitest du? Bist du zufrieden in deinem Job oder würdest du gerne ein anderes berufliches Ziel erreichen?

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